Forderungen

Wir haben unsere Forderungen als sogenannte Wahlprüfsteine an die Bielefelder Ratsparteien  versendet.

Die Antworten (s. Klimawahlhelfer) sollen dabei helfen, am So. 13.9.2020 eine informierte Wahlentscheidung bei der Kommunalwahl in puncto Klimaschutz in Bielefeld treffen zu können.
 
Mögliche Antworten: Grün = wir stimmen zu | Gelb = wir stimmen teilweise zu | Rot = wir stimmen nicht zu (Darauf sollen folgen 2-3 Sätze zur Erläuterung)
 

 

Allgemeines:

1.  Bielefeld soll das CO2-Gesamtbudget, über das die Stadt bis zum Jahr 2035 noch verfügt, ermitteln und auf die Verantwortungsbereiche der einzelnen Behörden aufteilen.

2.  Bielefeld soll seine Emissionen bis zum Jahr 2035 um 100% (im Vergleich zu 1990) senken, das heißt in der Wahlperiode 2020-2025 um ein Drittel.

3.  Bielefeld soll ein Verbot von privatem Feuerwerk zur Reduktion der Feinstaubbelastung und zur Müllvermeidung, sowie im Sinne des Tierschutzes umsetzen.

 

Energie:

4. Bielefeld soll bis 2035 auf 100% erneuerbare Energien umsteigen.

5. Bielefeld soll umfangreich den Ausbau von Solaranlagen fördern.

6. Bielefeld soll eine Endenergieeinsparung von 70% erreichen.

7. Bielefeld soll eine jährliche energetische Sanierungsrate von 5% für Altgebäude erreichen.
 

Mobilität:

8. Bielefeld erfüllt die 11 Forderungen des Radentscheides.

9. Bielefeld soll eine Fußverkehrsstrategie entwerfen und umsetzen.
 
10. Bielefelds Innenstadt soll autofrei werden.
 
11. Bielefeld setzt eine flächendeckende Parkraumbewirtschaftung um. Absehbar und kontinuierlich werden die Parkgebühren angehoben und der Parkraum verringert.
 

12. Das Fahrradschnellwegenetz zu näheren Städten soll ausgebaut werden.

13. Die Planungen für weiteren Straßenneubau, wie zum Beispiel B 61 (Umgehung Ummeln) und L 712n, werden eingestellt.
 
14. Bielefeld soll bis 2030 massiv den Ausbau der öffentlichen Verkehrsmittel stärken, besonders in den äußeren Bezirken.
 
15. Bielefeld soll den Ausbau der Stadtbahn, auch mit oberirdischen Gleisen in der Innenstadt, umsetzen.
 
16. Das Fahrradverleihsystem soll weiter mit (Elektro-Lasten-)Fahrrädern ausgebaut werden.
 
17. Es sollen mehr Fahrrad- und Einbahnstraßen in Bielefeld umgesetzt werden.
 
18. Bielefeld entwickelt umweltverträglichere und emissionsärmere innerstädtische Wirtschafts- und Lieferverkehre und setzt diese mit dem Handel um.
 

Gesundheit und Ernährung:   

19.  Bielefeld soll die Umstellung auf klimafreundliches Essen (Bio, regional, vegan) in öffentlichen Kantinen (Schulen, Krankenhäusern etc.) fördern.

20. Bielefeld soll eine Stelle für ein*e Absolvent*in des Fachs Vegan Food Management anbieten, welche (öffentliche) Kantinen und Geschäftsleute zu klimafreundlichem Essen berät.

21. Bielefeld fördert biologische, pflanzliche Landwirtschaft und reduziert die Tierbestände.

22. Wir sorgen dafür, dass das Klimaanpassungskonzept konsequent umgesetzt wird, um die Gesundheit der Bevölkerung zu erhalten.

Bildung:

23. Die Stadt Bielefeld informiert ausführlich über ihre Klimaförderungen/ Bonuszahlungen.

24.Die Stadt Bielefeld übermittelt jährlich transparent die eingesparten und verursachten Emissionen sowie das verbleibende Emissionsbudget.

25. Die Stadt Bielefeld bietet Bildungsangebote zu klimafreundlichem Verhalten an und finanziert diese.

Flächenverbrauch:

26.  Bielefeld soll massiv Maßnahmen ergreifen, um den Flächenverbrauch zu reduzieren und zu begrenzen, sowie verschiedene Konzepte der nachhaltigen Nutzung von Flächen fördern.

27. Umwidmung von innerstädtischen Flächen v.a. des ruhenden Verkehrs (z.B. Parkhäuser) für beispielsweise Wohn- (oder Gewerbe-) bebauung.

28. Zu Spekulationszwecken unbebaut gelassene Privatgrundstücke werden nach einer Frist in städtisches Eigentum überführt.

29. In allen Neubaugebieten wird eine Passivhaus- bzw. Plusenergiehausquote festgeschrieben.

30. Der Einsatz von klimafreundlichen Baustoffen (z.B. Holz oder Recyclingbeton) bei städtischen Bauprojekten wird bevorzugt.

31. Bestandsschutz wird gegenüber Neubauten priorisiert und der Einsatz von klimafreundlichen Baustoffen bei städtischen Bauprojekten vorgezogen.

Biodiversität:

32. Bielefeld ersetzt Waldnutzungskonzepte durch Waldschutzkonzepte und setzt diese konsequent um.

33. Bielefeld soll die Begrünung von Dächern und Blühwiesen fördern.

34. Bielefeld führt eine umfassende Baumschutzsatzung ein, um das Grün in der Innenstadt zu schützen

OFFENERE FRAGEN:       

 1. Welche Ziele aus dem Handlungsprogramm Klimaschutz favorisiert Ihre Partei zur Reduktion der CO2-Emission bis 2030?

2. Welche Schritte unternimmt Ihre Partei, um bis 2030 den Anteil erneuerbarer Energien erheblich zu steigern?

3. Welche weiteren politischen Entscheidungen fordert Ihre Partei zur Umsetzung der Verkehrswende („Modal Split“) bis 2025?

4. Sind sie bereit, in ausreichendem Maße finanzielle Mittel für eine effiziente und nachhaltige Öffentlichkeitsarbeit bereitzustellen und in welche Konzepte soll dies investiert werden?

5. Welche Schutzmaßnahmen verfolgt Ihre Partei für einen nachhaltigen Gesundheitsschutz der Bevölkerung angesichts des Klimawandels?

6. Wie wollen sie mehr Pflanzen in die Innenstadt integrieren, um die Frischluft und Aufenthaltsqualität zu verbessern?

7. Welche Forderungen vertritt ihre Partei, um dem weiteren Flächenfraß zu begegnen und dennoch die Wohnraumsituation in Bielefeld zu entspannen?

8. Für welche Möglichkeiten treten sie ein, um der globalen Biodiversitätskrise auch vor Ort in Bielefeld zu begegnen?

9. Womit möchte ihre Partei die ansässige Wirtschaft ökologisch-gerechter gestalten?

10. Inwieweit wollen Sie den Umzug in klimafreundlichere und angemessene Wohnungen der Bürger*innen unterstützen?

11. Wie wollen Sie sich für eine deutliche Gehaltserhöhung für Beschäftigte in systemrelevanten Berufen einsetzen?